06.02.2012
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Hamburg 2001

Nun ganz frisch aus unserer Redaktion - Das Hamburg-Tagebuch!
Erwarten 'se nix, denn dieser Text ist noch so frisch, dass der Autor noch gar nicht wieder richtig durchgegrünt ist von der Fahrt!

Fosters Bierdeckel von unserer Hamburg-Fahrt

Also bitten wir Rechtschreibfehler, Gedächtnislücken und völlige logische Aussetzer zu entschuldigen....

Aber nu geht's los!

Das heißt los gings eigentlich am Samstag, dem 20.10.2001 auf dem kaum überschaubaren Hauptbahnhof in Lemförde.
Um neun Uhr morgens begann Petschi damit uns über die "verdammten Skateboardfahrer" vollzunölen (eigentlich meinte er damit "Trittbrettfahrer" im Bezug auf die Milzbrandattacken, aber egal!). Jedenfalls führte das dazu, dass im Verlauf der Fahrt diverse unschuldige Skateboardfahrer von nicht ganz so unschuldigen Jungschützen angemacht wurden....

Kleine bunte Schweine fliegen durch Telefonzellen und küssen Elefanten!!!!!!!!!!!

PARANOIA!

Ach übrigens: Kennt Ihr XuXu? Das war dann nämlich noch vor Abfahrt unseres Zuges das zweite Frühstück. Ein sehr zu empfehlender Schluck, falls man mal, ohne besoffen zu sein, kotzen möchte... Meiner Vermutung nach muss das Wort Xuxu aztekisch oder so sein und auf jeden Fall "widerlicher Erdbeerschleim" bedeuten!

Es ging mit dem Zug nach Bremen, wo wir uns spontan entschieden, noch für ein oder zwei Stunden über den Bremer Freimarkt zu bummeln...
EINE GRANDIOSE ENTSCHEIDUNG!!!!! Denn die allermeisten Geschäfte öffneten schon eine halbe Stunde NACHDEM wir Bremen wieder verlassen mussten! EINE GRANDIOSE ENTSCHEIDUNG!!!!! Denn die allermeisten Geschäfte öffneten schon eine halbe Stunde NACHDEM wir Bremen wieder verlassen mussten!
Also entschloß sich eine Gruppe, im einzig halbwegs offenen Bierzelt dem Wirt ein paar Desperados und Davidoff-Zigaretten zu mopsen, während eine andere Gruppe mit einem Brötchen Fußball spielte um danach an einer Schießbude zu staunen, wie unser Suuuperschütze Gerrit seinem Loverboy Markus diverse Plüschherzchen und -sterne erschoß! Süüüüüsss!

Nach diesem dollen Zwischenstopp gings dann direkt nach Hamburg, wo wir schon bald unser Hotel in zentraler Lage (Bahnhofs- und Drogendealernähe) erreichten.
Und hier fiel latürnich einigen unserer Jungs nix besseres ein, als eben mal 'nen neuen Rekord aufzustellen - eine Stunde aufm Hotelzimmer und schon war selbiges verwüstet! (Hat die Idioten immerhin am Sonntag auch dreihundert Schleifen gekostet...HA HA!!!!)

Nach dem einchecken stand dann die obligatorische Hafenrundfahrt an, wo schon erste Ermüdungserscheinungen auftraten (Aufwachen, Petschi!!).

Danach ging es dann direkt weiter zur Reeperbahn, genauer gesagt zum "Hamborger Veermaster", dem Stimmungslokal wo wir einen Tisch reserviert hatten.Hamburg 2001
Ein sehr rustikales Lokal, das wohl schon einiges an feierwütigen Gästen erlebt hat.
Wir hams natürlich trotzdem geschafft, nach vier Runden Pils schon wieder kurz vorm Rausfliegen zu sein...klar, oder?
Vielleicht auch kein Wunder, wenn unser "Andreas" es auch für nötig hält, gelegentlich mal der Bedienung unter den Rock zu fassen....
Immerhin beglückte uns Jungschütze "Eros" mit einer zwar gegrölten, aber trotzdem gelungenen Darbietung italienischer Sangeskunst (E pastasse una calzone - oh oh o oho- sangria spumante maldone - ravioli ramento wo du wohne......undsoweiterundsofort!)

Damit endete dann auch (zur Freude der Organisatoren, deren Nerven mittlerweile blank lagen) der offizielle Teil des Abends, und die besoffene Meute konnte ab sofort selbst entscheiden, welche Läden sie auseinandernehmen wollte.Hamburg 2001

Die nun folgenden Schandtaten wurden uns demnach zum größten Teil erst am nächsten morgen zugetragen:

Die Gruppe um die Altmeister Markus und Ralli landete in einer "echt coolen Heavy-Metal-Kneipe" - bis dem "Großen Organisator" (im folgenden als G.O. bezeichnet) auffiel, das der Heavy-Metal sonderbarerweise nur aus den Böhsen Onkelz und Rammstein bestand.

Das veranlasste ihn dazu, erstmal "Rage Against The Machine" als Musikwunsch zu äussern, und, als es dass nicht gab, lauthals krakeelend die Kneipe zu verlassen. Seine antifaschistischen Parolen stellte er dann erst ein, als er von einem netten Schütztenbruder auf die vor der Kneipe herumlungernden Glatzköpfe hingewiesen wurde...

Eine ähnliche Szene lieferte der G.O. noch einmal im McDonald's ab, wo er meinte sich lauthals für die dortigen, ausgebeuteten Arbeitnehmer einsetzen zu müssen.

Ferner gabs noch die üblichen Zechprellereien, einmal versehentlich:
Wirt: "ähhhh...haben Sie nicht was vergessen?"
Schütze Ralli (schon 40m entfernt): "Häh, was?"
Wirt: "bezahlen??????"

und einmal absichtlich:

Hure: "Na Ihr Süssen, bekommen wir einen O-Saft von euch spendiert????"
Schütze Hoffi: "Klar doch!"
..........
Wirt: "45 Mark!"
UND MAN SAH SIE RENNEN!!!!!!!!

Außerdem wurden noch seltsame Tabakmischungen geraucht, zumindest ist sich der G.O. heute noch sicher, dass er in seine 30 Gramm Tabak zumindest 5 Gramm Pfeffer gemischt bekommen hat! Ihm hat immerhin auch ziemlich die Fresse gebrannt!Hamburg 2001

Und von den wenigen, die noch den Hamburger Fischmarkt am nächsten morgen erlebten, hatten MM und Gerrit zumindest das Vergnügen noch auf eine militante Taliban-Unterstützerin zu treffen, die mit einer gemopsten USA-Flagge krakeelend über den Markt zog!

Am nächsten Tag gings dann zum "Hamburg Dungeon", einer Gruselshow in der Speicherstadt, wo die dunkelsten Kapitel der Hamburger Geschichte mit Schauspielern und Effekten nachgestellt wurden - eine Show die ganz ernsthaft jedem Hamburg-Toursiten zu empfehlen ist, die ist echt toff!

Nachdem wir dann mit Müh und Not unseren Zug erreicht hatten, gings dann endlich auf den Heimweg, der gerade mal 2 1/2 Stunden dauerte. Trotzdem schaffte es unser Ex-König, sich so abzuschädeln, dass er sich noch mit so einigen Fahrgästen und Mitschützen anlegte.

Und zu guter letzt ging uns dann noch unser G.O. verloren, der sich im Zug festgequatscht hatte, und so den Ausstieg in Lemförde verpasste. Na ja, Bohmte hat auch 'nen schönen Bahnhof! (An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Raoul Lahrmann, der sich erbarmte, den G.O. in Bohmte abzuholen, damit dieser auch nicht sein Schnitzel bei Grunwald's Dieter verpasste).

Und damit waren wir denn auch am Ende der Fahrt, nämlich eben beim Dicken, also Grunwald's Dieter, wo es dann den üblichen Abschluß mit Manta-Teller-Essen gab.
Und dazu noch die von Gerrit beim No-Sleep-Masters gewonnene Flasche Friesengeist - 56%, das Mistzeug liegt heute noch quer im Magen!

PROST und bis zum nächsten Mal!

Ulli 'G.O.' Hegerfeld

Hamburg 2001